Mit Freude stelle ich fest, das offensichtlich viele meiner backinteressierten Leserinnen und Leser, regen Anteil an dem Baugeschehen von BackenMitDir.at nehmen. Auch viele Spaziergänger und Ausflügler sind freudig am Entstehen meiner Backschule interessiert und würden am liebsten gleich die fertige Backstube besichtigen!

Leider müssen wir uns alle diesbezüglich noch ein wenig gedulden. Aber um auf den aktuellen Stand des Gebäudes sprechen zu kommen: „Wir sind jetzt bei der Decke Obergeschoß angelangt!“

Bei meinem letzten Beitrag habe ich unter anderem, von meinen zwei H´s geschrieben. Da muss ich mich ganz klar und deutlich korregieren. Denn neben dem Hirn und den Händen, gibt es noch ein drittes „H“ und das ist mit Abstand das wichtigste: H wie „Herz“. Man kann mit Hirn und Händen viel schaffen, aber nur, wenn man auch noch mit dem Herzen dabei ist, wird einem das ganz Besondere gelingen können!

Zuletzt ein bisschen Familiengeschichte: Anton Hawlik sen. (1879 – 1956)

Mein Urgroßvater kam in der Zeit der K & K Monarchie von Teltsch (Telc), der Stadt am Fuße der Böhmisch-Mährischen Höhe um 1900 nach Wien. Er arbeitet fleißig in seinem Beruf als Zuckerbäcker und begann nebenbei in der Küche seiner kleinen Wohnung, Süßigkeiten herzustellen, die er dann mit einem Bauchladen in seiner Freizeit, offensichtlich recht erfolgreich, verkaufte. Schon bald eröffnete er mit meiner Urgroßmutter, seine erste kleine Süßwarenerzeugung mit Verkauf, in der Rosensteingasse, im 17. Wiener Gemeindebezirk. 1912 wurde dann auch schon in der Meiselstraße, damals noch der 14., heute der 15. Bezirk eine größere Betriebsstätte bezogen und anfangs noch das Zuckerbäckergewerbe angemeldet. Nach nicht einmal 6 Jahren, erwarb mein Urgroßvater die gesamte Liegenschaft und begann schon bald mit der eigenen Schokoladenherstellung. Viele Jahre später wurde auch dieser Produktionsstandort zu klein und es wurde gemeinsam mit seinen beiden Söhnen (Anton jun. und Josef) eine Liegenschaft in der Pelzgasse, beim Westbahnhof, zusätzlich käuflich erworben. Hier wurde dann bis zum Tode meines Großvaters Josef Hawlik (1973), die Zuckerwaren- und Schokoladenfabrik „Anton Hawlik & Söhne“ weiter geführt und dann mangels Nachfolge in der Familie, aufgelöst.