Eigentlich müßte Schokolade männlich sein! Denn Schokolade ist einfach „grandios“ im Geschmack, zartschmelzend „verführerisch“, „himmlisch sanft“ zur Seele. Und auch auf die besondere Wirkung von Schokolade, ist immer „Verlass“. Neutral betrachtet, also lauter Eigenschaften von uns ….. Männern!

Damit wäre auch schon das Wichtigste über „der“ Schokolade geschrieben und gesagt!

PS.: Alles natürlich aus der Sicht eines Mannes und daher bitte nicht ganz so ernst nehmen – Danke!

„Schokolade“

Meine Beziehung zu Schokolade ist wohl mindestens genau so tief und so intensiv, wie die Musik meines Lieblingskomponisten Peter Iljitsch Tschaikowski. Meine erste Erinnerung an Schokolade, definitiv der schwere intensive und für mich göttliche Geruch von frisch gerösteten Kakakobohnen in und um der kleinen Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik meines Großvaters, Josef Hawlik, damals beim Westbahnhof in Wien. Meine zweite Erinnerung: „Der Weg aus der Fabrik. Vorbei am Expedit in der Ein- und Ausfahrt, wo mir immer eine große braune Papiertüte voll mit bestreuten Milchschokoladenpastillen in die Hand gedrückt wurde!“

Bei meiner dritten Kindheitserinnerung sind wir schon in der alten Backstube meines Zuckerbäcker Großvaters, Franz Mantl-Mussak, angelangt. Da mußten mein Bruder und ich, schon als kleine Jungs, die von unserem Großvater und unserem Vater mit Schokolade ausgegossenen alten Metall Formen vor Weihnachten und vor Ostern, immer in den Innenhof hinaus tragen. Zum schnellen Abkühlen der Schokolade. Zwei Stufen hinunter und wieder zwei Stufen hinauf, aber alle 10 – 15 Minuten, mit mehreren Körben voll. Meist am Sonntag, denn da war wohl für solche Spezialarbeiten Zeit.

Fachlich gesehen, ist für mich der Umgang mit Schokolade (Kuvertüre), der einzige Rohstoff, bei dem ich mich, trotz meiner Jahrzehnte langen Erfahrung, nicht durchschummeln kann. Ich muß also Schokolade heute noch genauso achtsam behandeln, genauso exakt temperieren, wie es schon in den alten Fachbüchern steht und wie ich es auch gelernt habe. Verstehen kann man diese Arbeitsschritte aber nur, wenn man auch weiß, was Schokolade ist! Und da sehe ich auch meistens das Problem bzw. die Wissenslücke, bei vielen die mit Schokolade (schlecht) arbeiten oder gerne arbeiten würden und nicht können.

  • In diesem Sinne kann ich Sie als Hobbyistinnen und Hobbyisten, aber auch einige meiner Kolleginnen und Kollegen, nur Einladen, mich in meiner Backstube von Backen mit Dir zu besuchen und mit mir gemeinsam, die (meine) Welt „der“ Schokolade zu betreten.

Herzlich Willkommen, Ihr

Michael Mantl-Mussak