Auf Einladung der MAX FELCHLIN AG, ein über 100 Jahre altes Unternehmen mit Weltruf, dass sich bis heute der traditionellen Herstellungsweise von edelster Schweizer Schokolade widmet, flog ich am 14. Jänner, für 2 Tage in die Schweiz. Auf meine Anfrage per Mail, an meinen Ansprechpartner bei Felchlin, Herrn Stephan Iten, ob er mir denn für meinen neuen informativen Block, BackenMitDir.at UNTERWEGS, einen exzellenten Konditor (Confiseur) in Zürich nennen könnte, musste ich nicht lange auf eine Antwort warten:

Eric Baumann „Confiseur aus Leidenschaft“

ERIC BAUMANN – nicht „nur“ Confiseur aus Leidenschaft, weil er beruflich seinem Vater und seinem Großvater gefolgt ist und auch nicht „nur“ ein hervorragender Vertreter unserer Zunft, bestätigt durch seine Mitgliedschaften bei den Vereinigungen „CHAINE CONFISEUR“ und „RELAIS DESSERTS“, sondern und so habe ich die Quintessenz unseres Gespräches verstanden, aus der Überzeugung heraus: „nie etwas anderes gewollt zu haben!“

Trotz beruflicher Zufriedenheit, die sich sehr gut beim Verkosten seiner vielen Produktspezialitäten schmecken lässt, ist er immer noch ein „Suchender“ geblieben. Und genau das ist wohl auch sein Erfolgsrezept! Hat er doch 1990, unabhängig von seinem Vater und Großvater mit der Übernahme eines „no name“ Betriebes begonnen, so ist er heute mit Eric´s Confiserie-Baumann, Inhaber eines Vorzeigebetriebs mit nationalen und internationalen Erfolgen. Anmerken möchte ich allerdings, dass die Frau an Eric Baumann´s Seite, BABETTE BAUMANN sicherlich, ein nicht unwichtiger Faktor beim gesunden betrieblichen Wachstum war und wohl seine persönliche große Stütze ist. Und sein Streben nach der absoluten süßen Perfektion, wird, wie ich mich selbst überzeugen konnte, hervorragend durch die geballte, gut gelaunte Frauenpower in und aus der Backstube, sowie mit dem Einsatz von den besten Rohstoffen und Produkten die der Markt derzeit bietet, tatkräftigst unterstützt.

Wie sieht ein Arbeitstag von Eric Baumann aus und was macht Eric Baumann in der Backstube am liebsten?

Frauenpower in Baumann´s Backstube von links: Leandra, Lisa (aus der grünen Steiermark!) und Backstubenleiterin Ramona

Beginnend um 6 Uhr morgens, unterstützt er bis ca. 10:30, sein Team in der Backstube und lässt sich dabei auch von keinen anderen Terminen stören. „Sperrzeit“, nennt er dieses Zeitfenster, in dem er sich seinem Ursprung widmet, nämlich einfach nur Konditor zu sein! Danach allerdings, ist er je nach Kundenfrequenz überall zu finden. Ob in der Küche, als dritte Hand bei der Zubereitung vom Mittagstisch, der auch bei Baumanns als Umsatzbringer nicht mehr weg zu denken ist oder an der Spüle – wo immer man ihm braucht und duldet, hilft er mit, um letztendlich ab 16:00 Uhr nachmittags noch die täglich anfallende Büroarbeit, aufzunehmen.

Konditorin Denis beim Herstellen der Gianduja Selection

Nachzuholen wäre noch, dass er sich meistens nicht selbst seinen Arbeitsplatz in der Backstube aussucht, sondern von seinen Mitarbeiterinnen eingeteilt wird. Dabei landet er jedoch oftmals beim Backofen, wo auch im Zeitalter der modernen computergesteuerten Technik, immer noch sehr viel Gefühl und Erfahrung gefragt ist.

Im Gegensatz zu meinen Erfahrungen mit dem fachlichen Nachwuchs, gibt es offensichtlich in der Schweiz noch genügend interessierte und vor allem geeignete Berufsanwärter (Berufsanwärterinnen). Wenngleich auch Eric Baumann feststellen muss, dass das Zusammenlegen von den verschiedenen artverwandten Fachgruppen, wie dies leider auch bei uns in Österreich der Fall ist, die Qualität der Ausbildung insgesamt, nicht unbedingt positiv beeinflusst.

das perfekte Mise en Place für das Befüllen der Schällchen mit der Gianduja

Der letzte Teil unseres sehr angenehmen Gespräches, in dem ich wirklich viele Parallelen zu meinen eigenen Gedanken und Vorstellungen, feststellen konnte, wie zum Beispiel, das etwas Süßes, immer nur eine ausgeprägte Geschmacksrichtung, ein Aroma, tragen sollte, durchaus unterstützt von diversen leisen Gewürzen, aber keinesfalls zu einer undefinierbaren Vielzahl von Geschmacksexplosionen auf unseren Gaumen führen sollte, galt dem Thema Kinder, welches auch auf der Webseite der Confiserie (Café – Konditorei) Baumann sehr klar angesprochen wird und der Frage: „Was Eric Baumann denn noch gerne sagen würde!“

Die Antwort, warum die Familie Baumann und die Confiserie Baumann, sich so engagiert für Kinder auf der ganzen Welt einsetzten, ist schon quasi vor dem Ausreden meiner Frage am Tisch: „den Schwächsten, etwas von unserem Wohlstand zurückgeben!“ und auf meine letzte Frage, gab mir Eric Baumann eine Antwort, die auch ich, gerne so unterstreichen würde: „lieber weniger von allem, aber dafür aus der näheren Umgebung und qualitativ hochwertiger und – !! – dem Essen generell ein bisschen mehr Zeit und Bewusstsein widmen!“

„Eric´s Gianduja – Selection“ – Gianduja, die Spezialität mit über 100 jähriger Tradition aus dem Piemont

Auf meiner Suche nach den Spezialitäten bei Eric´s Confiserie Baumann, kann ich Ihnen nur berichten, dass wohl jeder von uns, etwas Köstliches für sich finden wird. Einzelne Produkte hervorzuheben fällt mir bei dem dargebotenem hohem Standard eher schwer und daher nenne ich wirklich nur stellvertretend, Eric´s Gianduja Selection, die es in den Geschmacksrichtungen Cranberry, Orange, Cocos, Cappuciono, Pistache, Caramel, Chilli und Honig-Vanille gibt und auch optisch ein absoluter Hingucker sind. Die Macarons, die ja auch bei uns wieder sehr im Trend liegen und bei Baumanns, zum Degustieren einladen. Als salzige Vertreter und kleine Mittagshäppchen, natürlich auch wieder aus der eigenen Produktion, kann ich Ihnen die „Baumann-Fischli“ – die stündlich frisch gebacken und mit einer Thonmischung gefüllt werden, eines aus einer großen Auswahl von Laugengebäcken mit verschiedensten Füllungen, nur wärmstens empfehlen!

Mit lieben Grüßen von BackenMitDir.at, an Eric Baumann –  www.confiserie-baumann.ch/de/ , seine Familie und sein Team,

Michael Mantl-Mussak