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Michael Mantl-Mussak / backen mit / dir

„Wer das Träumen verlernt hat, wird sich auch von der Hoffnung verabschieden müssen“

Michael Mantl-Mussak

In erster Linie, Zuckerbäcker (Konditormeister) aus Leidenschaft und Tradition! Am 27. Juli 1964 als ­Zweites von drei Kindern, quasi inmitten von zwei süßen Familien, hinein geboren. Die Familie meiner Mutter Gertrude (geb. Hawlik), war zu diesem Zeitpunkt mit der Zuckerwaren- und Schokoladenfabrik „Anton Hawlik & Söhne“ in der Pelzgasse 20, ganz nahe am Westbahnhof, im 15. ­Wiener Gemeindebezirk, in fast allen Confiserie-, Bonbons- bzw. Zuckerlgeschäften, in Wien und größtenteils auch in den Bundesländern, mit Ihren Produkten vertreten. Aber auch als Zulieferer von Backstubenbedarf, wie z.B.: Schokostreusel, waren mein Urgroßvater Anton Hawlik und seine beiden Söhne Anton jr. und Josef Hawlik, mein Großvater, bekannt und tätig.

Die Eltern meines Vaters Walter, meine Großeltern Franz und Maria Mantl-Mussak, waren zu diesem Zeitpunkt mit Ihrer Café – Konditorei in der Marchfeldstraße 12 und ihrer damals gerade neu ge­schaffenen Produktionsstätte im eigenen Haus, Marchfeldstraße 10, im 20. Wiener Gemeindebezirk, auch schon seit mehr als 30 Jahren, etabliert und mit ihren köstlichen und qualitativ hochwertigen Produk­ten, über die Grenzen des Bezirkes weithin bekannt. Besonderen Anteil, hatte diesbezüglich mein Vater, der schon in jungen Jahren, ein ausgesprochen süßes Talent entwickelte und bis zu ­seinem Tod im Jahre 2013 zu den allerbesten Kollegen in ganz Österreich zählte.

Typisch für die damalige Zeit, als Kind von Selbständigen, verbrachte ich schon in meiner frühesten Kindheit, ausgesprochen viel Zeit in der Backstube, bei meinem Großvater und Vater (natürlich auch naschend im Geschäft bei meiner Großmutter) und besuchte auch regelmäßig meinen „Hawlik Opa“ in seiner Schokoladenfabrik, die er damals mit seinem Bruder, meinem „Onkel Toni“ führte. Im Alter von 11 Jahren, machte ich dann auch schon den Sonn- und Feiertagsdienst in der Backstube zusammen mit meinem Vater und unter der Woche verdiente ich mir mit dem Putzen der schmutzigen Backbleche, Nachmittags nach Schulende mein Taschengeld.
Mit etwas Verspätung, sprich nach dem vorzeitigen beenden einer kaufmännischen Schule, hatte ich das große Glück, aus menschlicher wie auch fachlicher Sicht, meine Lehre als Zuckerbäcker, in der Café – Konditorei Josef Angelmayer, in Wien 15, beginnen zu können. Die Lehre, wie auch die Berufsschule, schloss ich dann am 22. September 1983, mit jeweils ausgezeichnetem Erfolg ab.
Nach dem Ableisten meines Grundwehrdienstes, im Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn, arbeitete ich jeweils 6 Monate in der Tortenproduktion des Hotel Sacher und in der noch heute im Familienbesitz befindlichen Confeitaria Christina in Sao Paulo – eine Wiener Konditorei, mitten in Brasilien. Wieder zurück in Wien, startete ich als Alleinkonditor für die nächsten 1 1/2 Jahre, in der kleinen Backstube der Café – Konditorei Blocher, die heute vom Sohn Andreas, der damaligen Inhaberin, am selben Standplatz, Ecke Lindengasse / Stiftgasse, im 7. Bezirk, weiter geführt wird.

Durch eine Verkettung von Zufällen, wechselte ich im Oktober 1986, ohne Vorkenntnisse in der ­Pa­tisse­rie, in eines der größten 5 Sterne Hotels Deutschland, in das heutige „The Westin Grand“, ­damals Sheraton Grand Hotel, nach München und wurde nach nur 6 Monaten, mit gerade einmal 22 Jahren, Chef-Patissier in einem Hotel mit über 600 Zimmern und Suiten, mehreren Restaurants, ­einem Café und einem Ballsaal mit großer Bühne, für knapp über 1000 Gästen.

Ca. 16 Jahre verbrachte ich ab diesem Zeitpunkt im Näheren und weiteren Ausland, als Konditor, Chef-Patissier (Sheraton & Hilton / München und Ankara), Produktionsleiter (Demel Wien), Abteilungsleiter Konditorei (Käfer Partyservice & BackSpielHaus / München), Leiter Einkauf und Logistik (CFC neuer Flughafen München). Einer meiner fachlichen und organisatorischen Höhepunkte war sicherlich die Führung der 24 Stunden, 7 Tage in der Woche produzierenden Patisserie Abteilung des Hilton in Ankara (Türkei). Auch wurde ich für Neueröffnungen eingesetzt, wie die des Sheraton Hotel Limassol auf Zypern (griechischer Teil) oder dem damaligen Grand Hotel Rafael (heute Mandarin Oriental) in München.

Die Meister- und Lehrlingsausbildungsprüfung legte ich bei einem meiner Kurzbesuche in Wien, ohne weitere Vorbereitung, am 15. Mai 1991, erfolgreich ab.

In vielen meiner Engagements war ich in die Lehrlingsausbildung direkt oder indirekt eingebunden, habe eine fundierte Ausbildung am PC absolviert und war in allen Häusern mit dem Ausarbeiten und Umsetzten von Projekten betraut und natürlich auch für die Kalkulation des Waren- und Personaleinsatzes verantwortlich. Eine der interessantesten, internen Zusammenarbeiten in meinen Wirkungsstätten, war sicherlich die, mit der jeweiligen PR-Abteilung. Dadurch ergaben sich Auftritte im Fernsehen für RTL (Osterbacken) und dem ORF (Meisterkochen) bzw. das Bekochen, in meinem Fall „das Bebacken“ von Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Sport und Adel. Selbstverständlich waren darunter auch eine Vielzahl an Stars und Sternchen, die ich mit meinem jeweiligen Team, mit unseren süßen Kreatio­nen, verwöhnen konnte, wie zum Beispiel: Arnold Schwarzenegger (Kaiserschmarren zum Frühstück), James Brown, Shirley Bassey, Diana Ross, BB King, Gloria Gaynor, Caterina Valente, Al Bano & Romina Power, Barry Manilow, Nadja Tiller und Walter Giller, Maria Sebalt, Michael Heltau, Maradonna, Oliver Kahn, Boris Becker, …